Elektrofahrrad Technik

Getriebemotor und Direktläufer im Vergleich

EBS Leistungssteuerung: Funktionsweise und Vorteile

Tretlager: Hilfestellung zur Bestimmung des Tretlagers und Übersicht über unsere Tretlager-Sets

Akkutechnologien: Verwendete Zelltypen von Ebike-Solutions





Getriebemotor und Direktläufer im Vergleich



Getriebemotor Direktläufer
besitzen meist einen Freilauf
» Fahrrad rollt ohne Unterstützung leichter
» Beispiel: Bafang, Mini-Faltradmotor, PUMA, BMC
besitzen meist keinen Freilauf
» leichtes Bremsmoment, auch bei ausgeschaltetem System
» Beispiel: BionX, Crystalyte
aus mehr Teilen aufgebaut aus weniger Teilen aufgebaut
» robuster
meist als Planetengetriebe ausgeführt Außenläufermotor
» Gehäuse dreht sich, ohne dass ein zwischengeschaltetes Getriebe vorhanden ist
keine Rekuperation möglich
(wenn Motor einen Freilauf besitzt)
Rekuperation möglich
(wenn Motor keinen Freilauf besitzt)
» Energierückspeisung möglich

Der Getriebemotor

 offener Getriebemotor Aufbau:
Im Gegensatz zu einem Direktläufer dreht sich der Motor im Laufrad nicht vollständig mit, sondern nur das Gehäuse. Im Inneren verfügt der Motor über ein Getriebe, meist ein Planetengetriebe, das durch den Motor im Gehäuse angetrieben wird. Dabei dreht der Motor im Inneren schneller als das Gehäuse. Das Getriebe passt die hohe Drehzahl des Motors an die niedrigere Drehzahl des Rades an. Das Drehmoment kann deswegen schon bei wesentlich kleineren Gehäusen einen hohen Wert erreichen. Bei gleichen Drehmomenten ist ein Getriebemotor daher stets kleiner als ein Direktläufer.

Hallsensoren:
Einige Getriebemotoren brauchen zum Ansteuern Hallsensoren, um die Position des Motors zu erkennen und ihn in Bewegung zu setzen. Der Vorteil der Sensoren ist, dass ein höheres Anfahrmoment erreicht wird, da der Motor immer sofort kraftvoll anlaufen kann.

Unterschiede zum Direktläufer:
So gut wie alle Getriebemotoren besitzen einen Freilauf, sodass Sie beim Fahren ohne elektrische Unterstützung keinen Bremseffekt aufweisen. Die Fähigkeit zur Rekuperation geht dabei jedoch verloren. Durch den komplizierteren Aufbau benötigt der Getriebemotor mehr Teile als der Direktläufer, wodurch er anfälliger für Ausfälle sein kann. Abhängig von der Qualität der Herstellung kann ein Getriebemotor im Betrieb lauter sein als ein Direktläufermotor.




Der Direktläufer

 offener Direktläufermotor Aufbau:
Der Direktläufer wird meistens als Außenläufer aufgebaut. Dabei befinden sich die Magnete direkt in der Innenseite des Gehäuses. Beim Fahren dreht sich das Gehäuse als Bestandteil des Laufrades komplett mit. Damit sie ein höheres Drehmoment erreichen können, muss das Gehäuse des Motors dementsprechend größer gebaut werden. So ist es nicht verwunderlich, dass Direktläufer grundsätzlich um einiges schwerer sind als die kleinen und leichten Getriebemotoren. Es gibt Hersteller, wie BionX, die versuchen, die Leistung, die Größe und das Gewicht miteinander zu vereinbaren und große, aber leichte Motoren produzieren. Hierbei muss jedoch bedacht werden, dass die Verbesserung eines Faktors mit der Einschränkung eines anderen einhergeht.

Hallsensoren:
Die getriebelosen Motoren können meist mit oder ohne Hallsensoren betrieben werden. Ohne Hallsensoren sinkt das Ausfallrisiko, da sich die Anzahl der verwendeten Teile reduziert. Mit Hallsensoren erhöht sich das Anfahrmoment, da der Controller stets genaue Informationen zur Motor- und Magnetlage hat.

Unterschiede zum Getriebemotor:
Dass der Direktläufer sich immer komplett mit dreht, hat Vorteile und Nachteile. Es tritt ein leichtes Bremsmoment auf, wenn beim Fahren die elektrische Unterstützung ausgeschaltet ist. Die Ausprägung des Bremsmoments hängt stark vom Motormodell ab, ist aber stets vorhanden. Der Vorteil von Direktläufern liegt in der Rekuperation. Beim Bremsen oder beim bergab Fahren kann Energie in den Akku rückgespeist werden, wenn der Controller und der Akku dafür eingerichtet sind. So spart der Direktläufer beim Fahren Energie ein und die mechanische Bremse wird geschont.

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EBS Leistungssteuerung



Durch die EBS Leistungssteuerung können Sie das Fahrverhalten Ihres Elektrorades besonders gut an Ihre Wünsche anpassen. Mithilfe dieser Technologie können Sie die Stärke der Motorunterstützung selber regulieren. Das erlaubt Ihnen eine feine und individuelle Einstellung der Leistungsstärke. Dadurch können Sie jederzeit wählen, ob Sie sanft oder kräftig anfahren möchten.

Und so funktioniert es:
Anstatt immer auf maximaler Leistung zu fahren, kann über die EBS Leistungssteuerung die Abgabe der Motorleistung geregelt werden: je höher die Stufe, desto größer die Motorunterstützung. Dadurch ist der Übergang zwischen den einzelnen Stufen deutlich flüssiger und das Fahrverhalten natürlicher. Die EBS Leistungssteuerung wirkt sich auch auf die Reichweite des Pedelecs aus. Da der Motor in niedrigeren Stufen energiesparender fährt, wird der Akku geschont und hält länger.

Vorteile der EBS Leistungssteuerung auf einen Blick:*

Systeme ohne EBS Leistungssteuerung Systeme mit EBS Leistungssteuerung
Motor gibt immer die voller Leistung ab Motorleistung ist dosiert
jede Stufe hat eine max. Geschwindigkeit: Stufen 1-5 werden durch Geschwindigkeiten begrenzt Jede Stufe hat eine max. Geschwindigkeit: Stufen 1-5 werden durch Stromstärke (A) begrenzt
sofortige Abgabe der vollen Motorleistung bis zum maximalen Geschwindigkeitslimit der Stufe konstantes Ansteigen der Motorleistung bis zum Leistungslimit der Stufe
Motor arbeitet in den Stufen immer mit Maximalstrom (Bsp.: Pedelec 15A) Motor steigert seine Leistung mit jeder Stufe: Stufe 1 = 3A, 2 = 6A, 3 = 9A, 4 = 12A, 5 = 15A
keine Kontrolle der Motorleistung (=immer gleiche Stromstärke pro Stufe) Kontrolle der Motorleistung durch Anwahl der Stufen (=Auswahl der Stromstärke)
Anfahrgeschwindigkeit immer gleich (=Anfahren mit 15A) Anpassung der Anfahrgeschwindigkeit durch Anwahl der Stufen (=Anfahren auf Stufe 1 mit 3A, Stufe 2 mit 6A,…)
» abruptes Anfahren » Auswahl sanftes oder schnelles Anfahren
» spürbarer Stufenübergang » feiner Stufenübergang
» natürlicheres Fahrgefühl
» größere Fahrkontrolle
* angegebene Werte gelten für Pedelecs

Stufenübersicht der EBS 250W Pedelec Umbausätze

Die einzelnen Stufen sind durch die Stromstärke wie folgt begrenzt:

EBS 250W Pedelec Umbausätze Leistungsstufen 1-5
EBS Plug & Drive - 250W Pedelec Umbausatz Stufe 1 = 3A, Stufe 2 = 6A, Stufe 3 = 9A, Stufe 4 = 12A, Stufe 5 = 15A
EBS PUMA - 250W Pedelec Umbausatz Stufe 1 = 3A, Stufe 2 = 6A, Stufe 3 = 9A, Stufe 4 = 12A, Stufe 5 = 15A
EBS Faltrad - 250W Pedelec Umbausatz Stufe 1 = 2A, Stufe 2 = 4A, Stufe 3 = 6A, Stufe 4 =   8A, Stufe 5 = 10A


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Tretlager



Der Großteil der Fahrradtretlager lässt sich in einen von drei Typen einteilen: Vierkant, Hollowtech II und Ocatalink. Für jeden dieser Tretlagertypen haben wir eine passende Lösung entwickelt, damit Sie Ihr Rad schnell und problemlos umbauen können. Folgen Sie einfach den beiden Schritten, um die für Ihren Umbau passenden Komponenten zu finden.



Schritt 1: Tretlager erkennen

Anhand der folgenden Tabelle und den Bildern können Sie erkennen, welches Tretlager in Ihrem Fahrrad verbaut ist. Diese Information brauchen Sie für die Auswahl des korrekten Tretsensors (PAS).

Lagertyp 4-Kant Hollowtech II Octalink
4-Kant-Tretlager Hollowtech 2-Tretlager Octalink-Tretlager
Erkennungs-merkmal Die Achse ist, von oben gesehen, leicht erkennbar. Die Kurbelachse hat genau vier abgeflachte Seiten.


Die Achse ist, von oben gesehen, nicht sichtbar. Die Kurbel liegt direkt am Lager an und wird von außen durch zwei Lagerschalen fixiert.

Die Achse ist, von oben gesehen, leicht erkennbar.
Die Kurbelachse ist rund.


Fahren Sie mit der Maus über das Bild, um es zu vergrößern.


Schritt 2: die richtigen Komponenten wählen

Sie wissen jetzt, welches Tretlager in Ihrem Fahrrad verbaut ist und können den jeweiligen Abschnitt lesen. Wenn kein Platz für die Montage eines Tretsensors mit Schelle ist und die Zugführung unter dem Tretlager verläuft, dann lesen Sie den Abschnitt "Montage unter dem Tretlager".



4-Kant

Beim Vierkantlager können Sie zwischen folgenden Lösungen wählen:

4-Kant - Tretsensor und Magnetscheibe für unser IPS und IES
Tretsensor-Set zur werkzeugfreien Montage
geeignet, wenn der Abstand zwischen Kurbel und Achse max. 8 mm beträgt
zur professionellen Montage
grundsätzlich bei einem 4-Kant-Tretlager geeignet





Montage
4-Kant-Tretlager: teilbare Magnetscheibe
keine Demontage des Tretlagers dank teilbarer PAS-Scheibe und Tretsensor zur Klebemontage
4-Kant-Tretlager
PAS-Scheibe zum Aufstecken auf die Achse und Tretsensor mit Schelle





PAS im Set
4-Kant-Tretlager-Set mit teilbarer PAS-Scheibe

aepas4ktb-01
4-Kant-Tretlager-Set mit PAS-Scheibe

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enthaltene Komponenten
  • EBS IPS/IES-Tretsensor zur Klebemontage links
  • EBS IPS/IES-Tretsensor zur Klebemontage rechts
  • teilbare PAS-Scheibe mit 12-Magneten für 4-Kant Achsen
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit Schelle links
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit Schelle rechts
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten für 4-Kant Achsen

4-Kant - Montagewerkzeug
Tretsensor-Set zur werkzeugfreien Montage zur professionellen Montage




Werkzeug
im Set





kein Montagewerkzeug nötig
4-Kant-Set

Den Tretsensor am Rad anbringen


Hollowtech II

Beim Hollowtech II Lager prüfen Sie zunächst, wie viele Kettenräder Ihre Kettenradgarnitur hat. Bei 3 Kettenblättern hängt die Wahl des Tretsensor-Sets von der Anzahl der Zähne des kleinsten Kettenblatts ab. Bei 1- und 2-fach Kettenradgarnituren muss die PAS-Scheibe direkt an der Kurbel befestigt werden. Der Tretsensor mit Schelle wird unter die rechte Lagerschale geklemmt.

Hollowtech II - Tretsensor und Magnetscheibe für unser IPS und IES
Tretsensor-Set für 3-fach Kettenradgarnituren mit kleinstem Kettenblatt von 22 Zähnen für 1 - 3-fach Kettenradgarnituren mit kleinstem Kettenblatt von 24 oder 26 Zähnen für 3-fach 4/5-Arm-Tretkurbeln





Montage
Hollowtech 2-Tretlager: für 22 Zähne

PAS-Scheibe mit Nasen zum Anstecken an das Kettenblatt und Tretsensor mit Schelle
Hollowtech 2-Tretlager: für 24 - 26 Zähne

PAS-Scheibe mit magnetischer Haftung am Kettenblatt und Tretsensor mit Schelle





PAS-Scheibe mit magnetischer Haftung am Kettenblatt, Adapter und Tretsensor mit Schelle





PAS im Set
Hollowtech II-Tretlager-Set mit PAS-Scheibe zum Aufstecken

aepashtII22-01
Hollowtech II-Tretlager-Set mit magnetischer PAS-Scheibe

aepashtII26-01
Hollowtech II-Tretsensor-Set für 3-fach 4/5-Arm-Tretkurbeln

aepashtII22-03
enthaltene Komponenten
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit Schelle rechts
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten für Kettenblatt mit 22 Zähnen
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit Schelle rechts
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten für Kettenblatt mit 24 oder 26 Zähnen
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit Schelle rechts
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten und Adapter für 3-fach 4/5-Arm-Tretkurbeln

Hollowtech II - Montagewerkzeug für alle Hollowtech II Tretlager




Werkzeug im Set
Hollowtech II Set

Hollowtech II Montagewerkzeug-Set


Octalink

Beim Octalink Lager prüfen Sie zunächst, wie viele Kettenräder Ihre Kettenradgarnitur hat. Bei 3 Kettenblättern hängt die Wahl des Tretsensor-Sets von der Anzahl der Zähne des kleinsten Kettenblatts ab. Bei 1- und 2-fach Kettenradgarnituren muss die PAS-Scheibe direkt an der Kurbel befestigt werden. Der Tretsensor mit variabler Schelle wird mit Kabelbindern am Sattelrohr befestigt.

Octalink - Tretsensor und Magnetscheibe für unser IPS und IES
Tretsensor-Set für 3-fach Kettenradgarnituren mit kleinstem Kettenblatt von 22 Zähnen für 3-fach Kettenradgarnituren mit kleinstem Kettenblatt von 24 oder 26 Zähnen 1-fach und 2-fach Kettenradgarnituren





Montage
Octalink-Tretlager: für 22 Zähne

PAS-Scheibe mit Nasen zum Anstecken an das Kettenblatt und Tretsensor mit variabler Schelle
Octalink-Tretlager: für 24-26 Zähne

PAS-Scheibe mit magnetischer Haftung am Kettenblatt und Tretsensor mit variabler Schelle





PAS-Scheibe zur Klebemontage an Kurbel und Tretsensor mit variabler Schelle





PAS im Set
Octalink-Tretlager-Set mit PAS-Scheibe zum Aufstecken

aepasocl22-01
Octalink-Tretlager-Set mit magnetischer PAS-Scheibe

aepasocl26-01
Octalink-Tretlager-Set mit magnetischer PAS-Scheibe

aepasocl26-01
enthaltene Komponenten
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit variabler Schelle rechts
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten für Kettenblatt mit 22 Zähnen
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit variabler Schelle rechts
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten für Kettenblatt mit 24 oder 26 Zähnen
  • EBS IPS/IES-Tretsensor mit variabler Schelle rechts
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten für Kettenblatt mit 24 oder 26 Zähnen

Octalink - Montagewerkzeug für alle Octalink Tretlager




Werkzeug im Set
Octalink Set

Octalink Montagewerkzeug-Set


Montage unter dem Tretlager

Dieses Set eignet sich für alle Fahrräder, deren Zugführung an der Tretlagerunterseite entlangführt oder die für einen Tretsensor mit Schelle nicht genügend Platz zwischen Kettenblatt und Rahmen zur Verfügung haben. Für die Montage wird eine Bohrung an der Unterseite des Tretlagers benötigt. Bei Fahrrädern mit unten verlaufenden Zügen verfügen kann die bereits vorhandene Bohrung verwendet werden. Das Set ist geeignet für ein Hollowtech II und Octalink Tretlager mit einer 3-fach Kettenradgarnitur mit einem kleinsten Kettenblatt mit 22 Zähnen.

Tretlagermontage - Tretsensor und Magnetscheibe für unser IPS und IES
Tretsensor-Set für 3-fach Kettenradgarnituren mit kleinstem Kettenblatt von 22 Zähnen





Montage
Tretlagermontage: für 22 Zähne

PAS-Scheibe mit Nasen zum Anstecken an das Kettenblatt und Tretsensor zur Tretlagermontage





PAS im Set
Tretsensor zur Tretlagermontage mit PAS-Scheibe zum Aufstecken

aepashtII22-02
enthaltene Komponenten
  • EBS IPS/IES-Tretsensor zur Tretlagermontage
  • PAS-Scheibe mit 12-Magneten für Kettenblatt mit 22 Zähnen

Octalink - Montagewerkzeug für alle Octalink Tretlager




Werkzeug im Set
Hollowtech II Set       Octalink Set

Hollowtech II Montagewerkzeug-Set      Octalink Montagewerkzeug-Set

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Akkutechnologien



Warum bietet Ebike Solutions nur Lithium-Ionen-Akkus an? Die Lithium-Ionen-Technologie ist anderen Technologien in praktisch jeder Hinsicht überlegen. Da wir unseren Kunden nur das Beste anbieten möchten, verzichten wir konsequent auf andere Akku-Technologien. Hier sehen Sie verschiedene Akkutechnologien im Vergleich:

Akkutechnologie Lithium-Ionen (LiIon) Nickel-Metallhydrid (NiMH) Nickel-Cadmium (NiCd) Blei (Pb)
Energiedichte + o - -
Lebensdauer + o - -
Spannungslage + o o -

Die Akkuchemie

Bei den Lithium-Ionen-Akkus lassen sich wiederum verschiedenen Akkuchemien unterscheiden. Ebike Solutions verwendet Zellen mit Lithium-Mangan-Oxid (LiMnO), Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt (LiNiMnCo) und Lithium-Nickel-Cobalt-Aluminium (LiNiCoAlO) Chemien.

Von Ebike Solutions verwendete Zelltypen

Für einen langlebigen, sicheren und leistungsstarken Akku sind nicht nur Akku-Technologie und Akku-Chemie entscheidend, sondern auch der Hersteller. Häufig werben Anbieter von billigen Zellen mit einer Zyklenlebensdauer im vierstelligen Bereich. Tatsächlich sind dieser Zellen häufig schlecht verarbeitet und erreichen die behauptete Zyklenzahl bei weitem nicht. Ebike Solutions verlässt sich ausschließlich auf sorgfältig geprüfte Zellen von ausgewählten Herstellern. Die Hersteller der von uns verwendeten Zellen gehören zu den Besten weltweit. Sie können dank ihrer Erfahrung und der hohen Fertigungsstandards konstant Akkuzellen in ausgezeichneter Qualität anbieten.

Wir verwenden im Akkubau standardmäßig Zellen des Typs NCRP, da dieser eine exzellente Kombination von Energiedichte und Spannungslage bietet. Die Zellen sind als solide Becherzellen konstruiert und mit einem Überdruckventil versehen. Sie fangen bei Überladung kein Feuer und sie explodieren nicht. Die Zellen haben das Format 18650, d.h. die Abmessungen betragen ca. 18 mm Durchmesser und 65 mm Länge. Das Gewicht pro Zelle liegt bei rund 45 g.

Übertroffen wird die NCRP nur durch die neuen Zellen des Typs NCBD, bei denen die Kapazität nochmals um knapp zehn Prozent gesteigert werden konnte. Rufen Sie bei Interesse an diesen Zellen bei uns an.


Zellentyp EBS18650NCGA EBS18650NCRP2
Energiedichte +++++ ++++
Lebensdauer +++ +++
Spannungslage +++ +++
Nennkapazität (Ah) 3,45 2,9
gravimetrische Energiedichte
Einzelzelle (Wh/kg)
270 230
gravimetrische Energiedichte
im Pack* (Wh/kg) ca.
220 190
volumetrische Energiedichte
im Pack* (Wh/l) ca.
460-530 350-400

*abhängig von der Entladerate

EBS18650NCRP
Diese High-Tech-Zelle verfügt über eine hervorragende Energiedichte und ist zudem hochstromfähig; Ebike Solutions verwendet die EBS18650NCRP als Standard für alle selbstkonfektionierten Akkumulatoren. Dieser Zellentyp ist wegen der sehr guten Spannungslage, der hohen Zellenkapazität der und Schnelladefähigkeit ideal für leichte und leistungsstarke E-Bike Akkus. Akkupacks aus diesen Zellen enthalten eine Schutzplatine (BMS), die die Zellenspannungen bei Bedarf angleicht und den Akku bei Überstrom, Überspannung und nach vollständiger Entladung abschaltet.

Konfektionierung unserer EBS Akkupacks

Wir fertigen den Akku aus soliden Becherzellen. Polymerzellen in Folienpackung verwenden wir normalerweise nicht, da diese mechanisch instabiler sind und sie zudem durch Alterung anschwellen können. Bei den EBS18650NCRP Zellen kommt Lithium-Nickel-Cobalt-Aluminium (LiNiCoAlO) als Akkuchemie zum Einsatz.

Für den Aufbau ist eine Anordnung der Zellen im quadratischen Raster sinnvoll. Die Zellen können auch hexagonal im Bienenwabenmuster angeordnet werden, die Verarbeitung ist jedoch etwas aufwendiger und damit teurer. Wir können auch weitere Wünsche realisieren, beispielsweise die Verwendung eines speziellen Zellentyps, einen separaten Ladeeingang oder einen Balancerausgang nach Schulze Standard und vieles mehr.

Schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihren Vorstellungen oder kontaktieren Sie uns telefonisch.

Kontakt

Warum verwendet Ebike Solutions standardmäßig keine LiFePO4 Zellen?

LiFePO4 Zellen, bekannt als Lithium-Eisenphosphat, werden von uns nur in Ausnahmefällen verwendet. Auf LiFePO4 Technologie aufbauende Akkus haben mehrere Nachteile. Erstens sind Sie bei gleicher Energie bis zu doppelt so schwer und doppelt so groß wie ein LiNiCoAl-Oxid Akku. Zweitens ist ein LiFePO4 Akku bei gleicher Energie fast die Hälfte teurer. Zwar werden auch billige Eisenphosphat-Akkus angeboten, jedoch erreichen Sie die angegebenen Zyklen Zahlen nicht, da die Zellen die erforderliche Qualität nicht erreichen. Wir empfehlen deswegen nur qualitativ hochwertige Zellen; diese haben aber ihren Preis.

Sinnvoll sind Akkus auf LiFePO4 Basis nur in Fällen, in denen deutlich mehr als 1000 Lade/Entladezyklen benötigt werden. Mit unseren Standard-Akkus haben Sie bereits eine Reichweite von bis zu 40.000km bei rund 700 Zyklen. Meist werden Akkus jedoch durch den unvermeidbaren Alterungsprozess unbrauchbar, nicht durch zu viele Zyklen.

Der Alterungsprozess von Eisenphosphat-Akkus verläuft ca. halb so schnell wie bei LiNiCoAl-Oxid-Akkus. Trotzdem lohnt die Anschaffung eines teuren Eisenphosphat-Akku meist nicht, da sich die Akkutechnik rasant weiterentwickelt: Jedes Jahr werden Akkus bei gleicher Kapazität etwa 5-7% leichter und kleiner. Eisenphosphat-Akkus veralten daher während ihrer Lebensdauer sehr stark. Sinnvoller ist es, in einen kleineren und leichteren LiNiCoAl-Oxid-Akku zu investieren. Ist der Akku nach einigen Jahren verbraucht, so können Sie beim Neukauf durch die zwischenzeitlich gemachten Fortschritte von einem Akku mit bis zu 40% höherer Kapazität profitieren.

Was ist ein Batteriemanagementsystem (BMS)?

Das BMS ist eine elektronische Schaltung zur Akkuüberwachung. Es erhöht die Sicherheit eines Akkupacks, indem sichergestellt wird, dass alle Zellen nur im zulässigen Spannungsbereich betrieben werden. Bei zu großen Strömen, zu hoher Temperatur oder beim Verlassen des erlaubten Spannungsfensters einer Zellenreihe im Akku wird der Lastausgang abgeschaltet. Eine Tiefentladung des Akkus wird dadurch im normalen Betrieb verhindert. Ein gering geladener Akku kann aber durch die unvermeidbare Selbstentladung auf einen zu niedrigen Spannungslevel fallen. Dies kann nur durch ein Nachladen des Akkus verhindert werden. Weitere Informationen zur Tiefentladung finden Sie hier.

Ein integrierter Balancer sorgt dafür, dass eventuell vorhandene Spannungsunterschiede zwischen einzelnen Zellen ausgeglichen werden. Das Entstehen dieser Spannungsunterschiede wird als „driften“ bezeichnet und bewirkt, dass dem betroffenen Akku nicht mehr die volle Kapazität entnommen werden kann. Dieses Problem lässt sich durch Balancieren des Akkus vermeiden. In den meisten Fällen werden Akkus nur zum Ende des Ladevorganges balanciert, je nach Aufbau des BMS. Es ist daher empfehlenswert, den Akku gelegentlich voll zu laden.

Bei Problemen am Ladegerät sorgt das BMS dafür, dass der Akku nicht überladen werden kann. Enthalten sein kann auch eine Ladestandsanzeige, um die noch vorhandene Kapazität anzuzeigen.

Maßgeschneiderte Akku-Packs

Sie benötigen einen speziellen Akku? Wir fertigen Akkus nach Ihren Vorgaben, liefern Lithiumzellen und Zubehör für den Eigenbau und reparieren Ihren alten Akku. Möglich sind:

  • verschiedene Nennspannungen (24/36/48 V u.a.)
  • verschiedene Bauformen, z. B. um ein Gehäuse oder eine Tasche zu bestücken
  • Bestückung von alten Akkugehäusen mit passenden Neuzellen, sofern möglich
  • Lithiumzellen und Zubehör mit elektrischen Eigenschaften nach Bedarf

Schildern Sie uns Ihren Wunsch und wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Sie müssen kein Experte sein: Nennen Sie uns Ihre Anforderungen und wir finden die beste Lösung.

Rufen Sie uns an!


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